Home  |  News  |  Festivals  |  Preise  |  Pressestimmen  |  Download Die Sehnsuchtstrilogie    
  Synopsis  |  Produktionsnotizen  |  Darsteller  |  Team  |  Bilder Kontakt    
       

  SYNOPSIS  

 

"Das Verlangen" erzählt die Geschichte von Lena, einer Pfarrersfrau, die durch die verbotene und zart aufkeimende Liebe zu Paul aus dem Gefängnis ihrer Ehe errettet wird.

Ein ödes Dorf im schwäbisch-fränkischen Wald: Dort lebt die scheinbar verschlossene Lena mit ihrem despotischen Mann Johannes in einer Zweckbeziehung. Johannes ist der Dorfgeistliche und Lena seine ihm immer zu Diensten stehende Frau. Lenas Leben ist gleichförmig vom Alltag und der darin liegenden Ereignislosigkeit geprägt: ein Leben zwischen Krankenpflege, Orgeldienst und Beischlaf.
Erst ein mysteriöser Mord an einem Mädchen aus dem Dorf trägt diesen Alltag aus den Bahnen und in seiner Folge erkennt Lena im Dorfmechaniker Paul Gefühle der Zuneigung und Zärtlichkeit, nach denen sie sich sehnt, die sie aber nie gehabt hat. Diese Begegnung ist der Beginn einer Emanzipation, die Lena dazu bringt, Pauls Geheimnis im Zusammenhang mit den Mädchenmorden nicht zu lüften und statt dessen zu schweigen, wie sie es zuvor in all den Jahren ihrer Ehe getan hat. Sie kann und will ihre Entdeckung aus Angst vor dem Verlust des neu gewonnenen Stückchens Glück nicht preisgeben.
So wird Lena am Ende aus ihrer Liebe heraus selbst zum schwarzen Engel.


Statement des Regisseurs
DAS VERLANGEN porträtiert Lena, eine Pfarrersfrau auf der Suche nach ihrem persönlichen Stückchen Glück. Dabei geht sie ungewöhnliche Wege, um am Ende doch wieder bei sich selbst anzukommen.
Sie bewegt sich in ihrem eigenen Mikrokosmos, in dem sie sich eingerichtet hat und existieren kann, weil sie nicht überfordert wird. Diese Welt macht sie zu einer stummen Gefangenen, scheint sie gleichzeitig aber auch zu schützen. Sie hat ihre Nischen und ihre Verstecke, aus denen sie sich selbst nicht zu lösen vermag. Erst durch die Begegnung mit Paul kommt es bei Lena zu einem Ausbruch von Gefühlen, die sie weder einordnen, bekämpfen, noch mit ihnen umgehen können.
DAS VERLANGEN behandelt das Motiv der Einsamkeit. Es ist eine Erkundung der verkarsten Gefühlswelt und der Verlorenheit von Lenas Lebenssituation. Alle Figuren sind in ihrem Universum, in ihrer Welt angekommen aber scheinbar rettungslos verloren. Die Figuren sind wenig transparent. Sie sind zurückgezogen, scheinbar vollkommen frei von Werten und Äußerlichkeiten. Verschlossen treten sie ihrem Gegenüber vor Augen. Die Blicke stets abgewandt und in ihrer Suche nach Anerkennung immer bemüht, dem anderen nicht zu nahe zu kommen.
Es ist die Geschichte von Menschen, die neben dem eigentlichen Geschehen stehen und in ihrer Sprachlosigkeit und Gefangenheit ihre eigene Welt erleben. Die Geradlinigkeit und Klarheit der stillen Geschichte wird hier in unspektakulären und stillen Bildern erzählt.